Im Zeitalter der Digitalisierung sind Präsenzveranstaltungen eigentlich vollkommen überflüssig. Video-Konferenzen sind angesagt. Sie sparen Zeit und Geld.
Stattdessen wird ein Gipfel einberufen, der mindestens € 200 Mio. gekostet hat. Was hätte man mit diesem Geld alles tun können? Zum Beispiel marode Brücken oder Autobahnen reparieren, Schulen sanieren und Kitas bauen!
Was hat die Kanzlerin bloß geritten, den Gipfel nach Hamburg einzuberufen? Die Hansestadt ist seit Jahrzehnten Hochburg der militanten linken Szene. Erinnerungen an die Hausbesetzungen in der Hafenstraße und die blutigen Ausschreitungen im Schanzenviertel werden wieder wach.
Die blutigen Krawalle waren vorprogrammiert. Das hätte auch Frau Merkel wissen müssen. Das Verhalten der Kanzlerin stufe ich daher als grob fahrlässig ein.
Dass sie den Gipfel ausgerechnet in Hamburg veranstaltet hat, kann aber auch bewusst politisch motiviert sein. Die CDU, der Merkel vorsteht, geriert sich im Wahlkampf als Law and Order-Partei. Das kommen die linken Krawalle gerade recht.
Die Bürger sind verunsichert und und suchen Schutz, wahrscheinlich ausgerechnet bei denjenigen, die diese Krawalle billigend in Kauf genommen haben. Das ist nahezu pervers.
Frau Merkel denkt ja oft um mehrere Ecken. Für den Machterhalt opfert sie einiges. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass die Auswahl des Tagungsortes mit Kalkül erfolgte.
Viel Erfolg beim Nachdenken.



